Krefelder Bundestagsabgeordnete Radomski besucht Hauser Umwelt-Service

Kerstin Radomski, Mitglied des Deutschen Bundestages (MdB), besuchte am 3. Februar 2016 die Hauser Umwelt-Service GmbH und Co. KG in Krefeld und konnte sich davon überzeugen, wie erfolgreich die Zusammenarbeit in Vorhaben der Industriellen Gemeinschaftsforschung (IGF) im Innovationsnetzwerk der AiF und in Projekten des Zentralen Innovationsprogramms Mittelstand (ZIM) des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi) verläuft und welche Früchte in Form neuer Produkte die Forschungsarbeit trägt.

Yvonne Karmann-Proppert, Präsidentin der AiF, Dr. Burkhard Schmidt, Geschäftsführer Industrielle Gemeinschaftsforschung der AiF, und Raphaela Smarzcz, Leiterin Forschungspolitik der AiF, begleiteten MdB Radomski bei ihrem Besuch. „Gern zeigen wir Politikerinnen und Politikern an konkreten Beispielen, welch großartige Innovationsaktivitäten durch die Förderprogramme IGF und ZIM im Mittelstand initiiert werden.“, erläuterte Schmidt den Hintergrund der Unternehmensbesuche. „Solche Treffen erlauben Einblicke in die Forschungs- und Entwicklungsarbeit im Mittelstand.“

Erfindergeist für saubere und sichere Arbeitswelten

Die 1992 gegründete Hauser Umwelt-Service GmbH & Co. KG ist ein Familienunternehmen für Raumluft- und Schutzbelüftungsanlagen mit Sitz in Krefeld. Als Teil der 1932 entstandenen HauserGruppe, die mit Technik für Sicherheit, Atem-, Umwelt- und Brandschutz kontinuierlich gewachsen ist, setzt das Unternehmen auf eine Maxime: Qualität ohne Kompromisse. Nur so können Raumluft- und Schutzbelüftungssysteme die hohen Anforderungen im täglichen Einsatz in unterschiedlichen Schadstoffbelastungssituationen erfüllen. Das reicht von Gefahren, die von kontaminierten Böden ausgehen, über stark staubhaltige Luft in Abriss- und Untertagebetrieben bis hin zu Gebäuden mit so hoher Schadstoffkonzentration, dass sie eine akute Gesundheitsgefahr darstellt.

Um die Breite dieser Kundenanforderungen zu erfüllen, setzen die Krefelder Experten für Luftreinigung auf eine ausgewogene Mischung aus innovativen Produkten und bewährter Technik. Zusammen mit Kunden, Forschungsvereinigungen und Forschungseinrichtungen, wie dem Deutschen Textilforschungszentrum Nord-West (DTNW) in Krefeld oder dem Institut für Energie und Umwelttechnik in Duisburg, entstehen seit Jahren nachhaltige Produktentwicklungen. Beide Forschungseinrichtungen nahmen in Person von Prof. Dr. Jochen Gutmann (geschäftsführender Direktor des DTNW) und Dr. Stefan Haep (Geschäftsführer des IUTA) an dem Besuch der Hauser Umwelt-Service ebenfalls teil.

Bedeutung der Industriellen Gemeinschaftsforschung im Unternehmen

Vor allem die Industrielle Gemeinschaftsforschung hat in der Hauser Umwelt-Service GmbH dazu geführt, die Produkttechnologie ständig weiter zu optimieren. „Die Mitwirkung im AiF-Innovationsnetzwerk und der damit verbundene Kontakt zu anderen Unternehmen, zu Forschungseinrichtungen und Wissenschaftlern inspiriert und motiviert ungemein, die eigene Entwicklungsarbeit aktiv voran zu bringen.“, betonte Carsten Plänker, Betriebsleiter bei der Firma Hauser. Das Unternehmen ist seit 2008 in Projektbegleitenden Ausschüssen von verschiedenen IGF-Vorhaben aktiv, die von den AiF-Mitgliedern IUTA (Institut für Energie- und Umwelttechnik) und Forschungskuratorium Textil (FKT) koordiniert wurden. Aktuell ist die Hauser Umwelt-Service GmbH in drei IGF-Vorhaben eingebunden, weitere sind in Planung.

Dr.-Ing. Stefan Haep, Geschäftsführer des AiF-Mitglieds IUTA, lobte die Vorteile des AiF-Innovationsnetzwerks und den Nutzen der IGF-Projekte, in die das Unternehmen eingebunden ist bzw. war. „Die IGF ist ein hervorragendes Förderinstrument, das Experten aus Wirtschaft und Wissenschaft zusammenführt und zu fruchtbaren Synergieeffekten führt. Häufig sind, wie auch bei der Firma Hauser, die Ergebnisse der IGF-Vorhaben die Grundlage für erfolgreiche ZIM-Projekte.“

Dr. Klaus Jansen, Geschäftsführer des AiF-Mitglieds FKT, ergänzte, dass die vorwettbewerbliche IGF Unternehmen die direkte Teilnahme an Forschungsprojekten und den Zugang zu aktuellen Forschungsergebnissen ermögliche. „Somit haben die IGF-Vorhaben eine enorme Breitenwirkung in den Branchen und regen weitere Innovationen in den Firmen an.“, stellte er weiter fest.

Ermutigt von den Entwicklungserfolgen im Rahmen der IGF hat sich das Krefelder Unternehmen auch an größere Forschungsvorhaben herangetastet. Ein erster Schritt auf diesem Weg war die Entwicklung des Sansoro-Raumluftsystem. Im vierstufigen Filtersystem des Sansoro finden sich unter anderem auch spezielles Filtermedium, das das Ergebnis eines IGF-Vorhabens am DTNW ist. „Ohne die Impulse und Partner aus dem Forschungsnetzwerk der AiF-Projekte hätten wir die Fortschritte, die im Fall der Sansoro-Technologie nachzuweisen sind, nicht erzielen können.“, unterstrich Stephan Hauser, Geschäftsführer der Hauser Umwelt-Service GmbH & Co. KG.

Mit einem „intelligenten Gasfilter“ geht die Forschungsarbeit des Unternehmens in die nächste Phase über: In Kooperation mit dem IUTA und der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf wurde im letzten Jahr das ZIM-Projekt „BESMART“ erfolgreich auf den Weg gebracht. In diesem Projekt soll ein "intelligenter" Gasfilter für Schutzbelüftungsanlagen und für andere Luftfiltrationsgeräte entwickelt werden. Der Filter soll dem melden, wann seine Aufnahmekapazität für gesundheitsschädliche Gase erschöpft ist und damit den Nutzer, vor schädlichen Umwelteinflüssen sicher schützen.

„Als Unternehmerin weiß ich, wie gut die Mittelstandförderung durch IGF und ZIM funktioniert. Und als AiF-Präsidentin freut es mich zu sehen, wie effektvoll die Fördermittel des BMWi im Mittelstand wirken und wie effizient sie verwendet werden.“, resümierte Yvonne Karmann-Proppert nach dem Besuch der Hauser Umwelt-Service GmbH.

MdB Radomski stellte anlässlich des Besuchs anerkennend fest: „Unsere mittelständischen Unternehmen sind nicht nur wegen der hervorragenden Qualität ihrer Produkte in vielen Bereichen Weltmarktführer, sondern auch weil sie die Bedeutung gemeinsamer Forschungs- und Entwicklungstätigkeiten für die Wettbewerbsfähigkeit erkennen. Die deutsche Wirtschaft würde nicht in diesem Ausmaß florieren, gäbe es in Deutschland nicht das Rückgrat Mittelstand.


 Fotos: AiF

 

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